04.04.2015 | 19:00
Marias Testament
Colm Toibin

MARIAS TESTAMENT

Lesung : Christiane Rausch
Cello : Judith Lecuit
Konzept : Ronald Dofing.

Die Geschichte Marias, wie sie die Bibel nicht erzählt: Lange Jahre, nachdem Christus am Kreuz gestorben ist, will die Mutter Jesu von der Heiligkeit ihres Sohnes noch immer nichts wissen. Seinen Wundern gegenüber ist sie skeptisch und den Schmerz über seinen Verlust hat sie nie überwunden. Dann erzählt sie ihre eigene Version von der Passion Christi – von ihrer ganz persönlichen Trauer, ihrer fehlenden Frömmigkeit und ihrem Eigensinn. Es ist die Geschichte einer Frau, die nicht verstehen will, weshalb ihr Sohn sich von ihr abwandte, und die auch nicht an den christlichen Gott glaubt. Durch ihre Augen eröffnet Colm Tóibín einen völlig neuen Blick auf das Christentum und erschafft ein ungeahnt menschliches Porträt der Ikone Maria. Die Bühnenfassung von “Marias Testament“ wurde von Fiona Shaw am Broadway kreiert und danach mit grossem Erfolg in vielen europäischen Städten aufgeführt. Colm Toibin, 1955 in Irland geboren, ist der Autor von unter anderem „Die Geschichte der Nacht“, „Mütter und Söhne“, und des Henry James Romans „Porträt des Meisters in mittleren Jahren“.

Mit „Marias Testament“ hat Toibin ein grosses Buch geschrieben über das Verschwinden des Einzelnen hinter dem überm.chtigen Text einer kollektiven Einbildung. (Deutschlandfunk)

une création Atelier-Paradiso